Bürgerservicehilfe – Kreis Recklinghausen
Sozialberatung & Prüfdienst gUG (BS-RE)

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat der Öffentlichkeit seinen neuen Armutsbericht vorgestellt. Danach fallen 13,3 Mio. Menschen in der Bundesrepublik unter die Kategorie „arm.“  Gemäß der EU-und der OECD-Definition gilt in der Bundesrepulik als arm, wem weniger als 60 % des mittleren Einkommen pro Monat zur Verfügung stehen. Für Alleinstehende bewegt sich dieses mittlere Einkommen zwischen 1.250,00 Euro bis 1.350,00 Euro netto im Monat. Für Haushalte mit 2 Kindern bewegt sich das mittlere Einkommen zwischen 2.600,00 Euro und 2.900,00 Euro. Wer nach dieser Definition arm ist, hat in der Regel Anspruch entweder aufstockende Sozialleistungen, auf einen Kinderzuschlag und/oder Anspruch auf einen Wohngeldzuschuss. Daher wird im Allgemeinen auch von einer relativen Einkommensarmut gesprochen. Diese relative Einkommensarmut ist nach einer Untersuchung durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband seit 2021 auf dem höchsten Stand in 2026. Wobei der Anteil der Frauen in 2025 mit 16,7 % etwas höher lag als der Anteil der Männer mit 15,6 %. Hier sind Frauen mit Kindern und Rentner besonders betroffen. Die Armutsquoten sind in der Bundesrepublik je nach Bundesland und Region unterschiedlich verteilt. Daher sprechen die Behörden gerne auch nur von „armutsgefährdet“ anstatt von Armutsbetroffenheit.

Quelle: Schabran, Greta u.a.: Wachsende Armut – schrumpfende Sicherheit, Armutsbericht 2026, Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.v. (Hrsg.) Berlin 2026

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