Bürgerservicehilfe – Kreis Recklinghausen
Sozialberatung & Prüfdienst gUG (BS-RE)

Derzeit erhalten über 1,2 Mio. Haushalte einen staatlichen Zuschuss, um die Mietbelastungen abzufangen. Denn die Mieten sind in den letzten 5 Jahren um 9,7 % gestiegen. Doch dieses Sicherheitsnetz droht zu reißen. Die Bundesregierung plant eine massive Kürzung des Wohngeldes. Bundesbauministerien Verena Hubertz (SPD) will 2 von 5 Mrd. Euro sparen, um das Haushhaltsloch zu stopfen. Das würde bedeuten, das ein Drittel aller Wohngeldempfänger ihren Anspruch komplett verlieren würden. Nach Ansicht des Verbandschefs der norddeutschen Wohnungsunternehmen würde das den sozialen Abstieg vieler Menschen beschleunigen und in die Einsamkeit führen. Der Deutsche Mieterbund fordert dagegen mehr Tempo beim Bau von Sozialwohnungen zu machen.

Konkret plant die Bundesregierung ab 1.1.2027:

  • die notwendige Erhöhung des Wohngeldes aufgrund steigender Mieten soll ausgesetzt werden
  • die Heizkostenkomponente soll halbiert werden
  • die Berechnungsformel nach § 19 WoGG soll geändert werden. (hier die Koeffizienten M, Y sowie die gesetzlich festgelegten Faktorzahlen a,b und c. Das hätte zur Folge, das bei gleicher Miete und bei gleichen Ausgaben ein niedrigerer Wohngeldzuschuss ermittelt wird als bisher
  • Antragsteller, die bisher nur knapp die Voraussetzungen für einen Wohngeldzuschuss erfüllt haben, sollen ganz aus dem Anspruch herausfallen

Frankfurter Rundschau vom 23.06.2026; MDR.de vom 23.06.2026; Bundestag.de, Drucksache 21/6213 vom 03.06.2026; Bayrischer Rundfunk vom 06.07.2026 (BR.de) swoie Bundesregierung.de vom 29.07.2026

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